Kultschmuck

Die Bearbeitung von Schmuck und deren Verwendung ist fast so alt wie die Menschheit. So schmückten sich bereits die Menschen schon während des Paläolithikum mit schimmernden Muschel- und Schneckenhäusern, Tierzähnen, Knochen oder Fischwirbeln, bevor wenig später wesentlich aufwendig verarbeitete Schmuckstücke aus Perlen oder Steinen (z. B. Bernstein, Gagat und dergleichen) hinzukamen. Zum größten Teil stammten diese Materialien nicht aus der unmittelbaren heimatlichen Region, sondern sie wurden schon damals durch umfangreichen Händlernetze bezogen. Aus diesem Grund waren sie für damaligen Menschen eminent wertvoll und gaben ihren Trägern und Trägerinnen innerhalb einer Gruppe einen besonderen sozialen Status.

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Mit der Entdeckung und Entwicklung der Bearbeitungsmöglichkeiten von Kupfer und Bronze, wurden auch diese Materialien in Form von Spiralröllchen, Plättchen, Metallperlen, Ringen und Scheiben zu Schmuck verarbeitet. Dagegen nahm die Verwendung organischer Stoffe wie Tierzähne oder Bernstein deutlich ab. Schon während des Zeitalters des Neandertalers wurde Schmuck, neben anderen Gegenständen, als Grabbeigaben dem Toten mitgegeben. Bereits im Endneolithikum und wesentlich ausgeprägter ab der Bronzezeit, diente Kultschmuck als eine Art von nonverbalen Kommunikationssystem, mit dessen identitätsstiftenden Charakters sich soziale, territoriale und religiöse Gruppen sich optisch sowohl identifizieren als auch differenzieren konnten.

Das kultische am Schmuck

Seit den Anfängen des Schmucktragens spielte das Kultische eine enorm wichtige Rolle. Sollten in der vorchristlichen Zeit imaginäre Dämonen oder ein besonderer Zauber vom Träger oder Trägerin ferngehalten werden, so spielten und spielen bis heute religiöse Symbole als Schmuck noch immer eine große Rolle (z. B. das christliche Symbol des Kreuzes). Während letztere eine tiefe spirituelle Verbundenheit symbolisieren, so entstanden im Laufe des 20. Jahrhunderts, als Gegensatz, okkultische Zirkel, die sich gleichfalls bestimmter Symbole bedienten (z. B. Pentagramm, Thorshammer ect.). Gleichfalls erfahren bestimmte Symbole und Schmuckstücke aus vergangenen Kulturen wie der Kelten (Keltenschmuck), Germanen oder Wikinger heute eine wahre Renaissance. Allerdings verwischt hier der eigentliche Begriff „Kult“ immer mehr hin zum dem des „Trends“. Kult kann es heute sein, Schmuck www.vonhofen-juweliere.de eines bestimmten Designers zu tragen oder einer angesagten Mode zu folgen. Durch die mediale Verbreitung und den daraus entstehenden Hype, kann selbst die „Halskette“ der Bundeskanzlerin für einen begrenzten Zeitraum einen wahren Kultstatus erreichen.

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Gutes Beispiel der Kultschmuckvermarktung Thomas Sabo

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